Wellness weiter im Aufwind

Branchen-Studie: Entspannung als Hauptmotiv für Urlaub

Wien. Kein Ende des Wellnessbooms. Und: Entspannen und Verwöhntwerden ist das Hauptmotiv für einen Urlaub im Wellnesshotel. Zwei Hauptaussagen einer Studie, die von der Universität München in Zusammenarbeit mit dem RELAX Guide durchgeführt wurde.

Das Ergebnis liefert eine beeindruckende Bestandsaufnahme der Leistungspalette von Anbietern im deutschsprachigen Raum, aber auch neue Erkenntnisse über die Motive und Bedürfnisse von Wellnessgästen. Hauptmotiv für einen Wellnesshotelaufenthalt ist demnach nicht, wie häufig angenommen, die Gesundheitsfürsorge, sondern eindeutig das Entspannen (86 %) und Verwöhnt werden (knapp 50 %). Das Thema Gesundheit kommt mit nur 16 % erst an vierter Stelle der möglichen Beweggründe für einen Urlaub.

Saunen, Solarien und Massagen werden von rund 85 % der befragen Hotels angeboten, 78 % der Häuser bieten Kosmetik, doch wesentlich weniger Betriebe besitzen eine Bäderlandschaft – nur 72,8 %. Anwendungen mit Thalasso-Kosmetika werden bereits von 49,8 %, psychologische Therapien und TCM dagegen nur selten sehr verkauft. Sport- und Fitnessangebote sind weniger differenziert als man meinen würde. Angebotsspitzenreiter ist Nordic Walking, es ist in drei Viertel aller Häuser buchbar. In mehr als einem Drittel der Hotels gibt es Feinschmeckerküche, in 50 % Formen kalorienarmer Kost. Viele Hotels bieten Wohlfühlkost an, andererseits sind vegetarische Küche (23 %) und Vollwertkost (33 %) noch längst nicht vorhanden.
Der typische Wellnessurlaub dauert gegenwärtig drei bis vier Übernachtungen (45 %). Der Aufenthalt ersetzt keineswegs den normalen Urlaub, sondern ergänzt ihn.

Der Großteil der Hoteliers (63,1 %) geht von einem weiteren Wachstum der Branche aus. Gut ein Viertel rechnete mit einer Stagnation, mit einem Rückgang (4,0 %) bzw. starken Rückgang (0,4 %) fast niemand. Aus der Sicht der Hotellerie ist Wellness das zentrale Angebot für Freizeit und Urlaub – und wird es noch lange bleiben.

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