Michael Zehden: Gemeinsames Engagement bringt Tourismus voran

Vom 28. bis 29. Januar 2007 fand das Jahresauftaktmeeting der FBMA Region Ost im Hotel Crowne Plaza Berlin City Centre statt. Unter den fünfzig Teilnehmern befanden sich neben den Mitgliedern aus den fünf zur Region Ost gehörenden Bundesländern auch Gäste aus Norddeutschland, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Angezogen hatte sie das hochkarätige Programm mit zwei Referenten: Als Hausherr sprach Michael Zehden über die Tourismusentwicklung in Berlin und im Osten. Der in vielen Gremien engagierte Hotelier schilderte, wie durch Initiativen der Hotelbranche Richtung weisende Tourismusprojekte entstanden. Der wachsenden Bedeutung von China in Wirtschaft und Tourismus trug der Dr. Peter Roell Rechnung. Der Sinologe erläuterte sechs fundamentale Unterschiede in der deutschen und chinesischen Kultur und unterstrich die Bedeutung interkultureller Kompetenz zur Etablierung erfolgreicher Geschäftskontakte.

„Warum kommt man nach Berlin?“ fragte Michael Zehden die Teilnehmer des Regionalmeetings Ost der Food & Beverage Management Association. „Zum einen weil man muss, zum anderen weil man will“. Dass man die Entscheidungsfindung pro Berlin positiv beeinflussen und dass die Hotellerie ihren Beitrag dazu leisten kann, lag für den geschäftsführenden Gesellschafter von Albeck & Zehden (17 Hotels mit 3.347 Zimmern) auf der Hand. Als Konsequenz engagiert sich Michael Zehden seit Jahren im regionalen Destinationsmarketing in Berlin sowie in den anderen Bundesländern, in denen das Familienunternehmen vertreten ist. Dank guter Verbindungen gelang es dem tatkräftigen Unternehmer, 1999 die ersten Winter Shopping Weekends mit dem Verein BTM Partnerhotels zu realisieren. Seit 2003 läuft diese Marketingaktion erfolgreich als ‚Winterzauber’. Ein weiteres Projekt der BTM Partnerhotels ist der in Fachkreisen bestens etablierte Berlin Pow Wow für Tourismuseinkäufer.

Gute Verbindungen zu Wirtschaft und Politik sind für derlei Engagement von Nutzen: So gelang es drei Hoteliers – darunter Michael Zehden – Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit für ihr Projekt ‚Runder Tisch Tourismus’ zu gewinnen. Seit dem Start 2002 nehmen Interesse und damit Beteiligung der Wirtschaft an den Aktionen ständig zu. Im Rahmen von Public Partner Partnership wurde eine Vielzahl von Aktionen durchgeführt. Für 2007 hat sich das Gremium einem verstärkten Kulturmarketing verschrieben. Aufsehen erregte 2005 der gemeinsame Spaziergang von Klaus Wowereit, Vertretern von Senat, IHK und Gremien, darunter Willy Weiland und Michael Zehden vom Hotel- und Gaststättenverband Berlin. Dieser publicityträchtige Gang durch die Tourismuszentren der Stadt war der Startschuss für die Initiative „Service in the City“ mit dem Ziel, Berlin als saubere und gastfreundliche Stadt zu präsentieren. Auch nach der WM wird diese Initiative mit neuen Projekten fortgesetzt, wie Michael Zehden ankündigte. Seine Empfehlung an die Teilnehmer des FBMA-Meetings: Eigeninitiative und Ämterbekleidung – beides sind im Beruf wichtige Voraussetzungen für den Erfolg. Er signalisierte sein offenes Ohr und hohes Interesse an Projekten und Plänen gemeinsam mit Partnern in den fünf Bundesländern der FBMA-Region Ost (Berlin, Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen /Anhalt), in denen sein Unternehmen sieben Hotels betreibt.

Den Blick weiter gen Osten richtet Dr. Peter Roell in seinem Vortrag über Führungskräfte und interkulturelle Kompetenz im Vergleich Deutschland und China. Dr. Peter Roell ist Präsident des Instituts für Strategie-, Politik-, Sicherheits- und Wirtschaftsberatung in Berlin und lebte während seines Sinologie-Studiums zwei Jahre in Taipeh/Taiwan. In sechs Bereichen sieht Roell fundamentale Unterschiede: In der Auffassung und Bewertung von Beziehungen, Regeln sowie Hierarchien, in der Kommunikation, der Haltung gegenüber Konflikten und Emotionen, dem Verständnis von Zeit und Auftragserfüllung sowie beim Lernen. Von hoher Bedeutung sind in der chinesischen Kultur Harmonie, Respekt, das Gesichtwahren sowie ‚Guanxi’: Hierbei handelt es sich um enge persönliche Beziehungen zu ausgewählten Personenkreisen, vergleichbar dem Netzwerk in der westlichen Kultur. Anschaulich schilderte Roell, welche Fallstricke im Miteinander von chinesischen und deutschen Managern auftreten können und gab Tipps, was bei Geschäftsverhandlungen, bei Einladungen von chinesischen Gästen nach Deutschland und umgekehrt bei Besuchen in China zu beachten ist.

Das Meeting der FBMA-Region Ost begann am Sonntag mit dem Besuch des Kabaretts „Die Wühlmäuse“: Martin Buchholz glänzte mit seinem Auftritt in „Dialeckt mich am Patriarsch“. Anschließend folgte ein geselliger Abend in der Pinte des Hotel Crowne Plaza Berlin City Centre. Lokalkolorit und eine Kostprobe der Berliner Schnauze lieferten die „Spitzbuben aus Köpenick“. „Trends der Branche erkennen und für die Mitglieder nutzbar machen, hat sich die FBMA als Fachverband für Führungskräfte des Gastgewerbes auf die Fahne geschrieben. Das starke Interesse der Teilnehmer beweist, dass dies mit den Themen und Referenten des ersten Meetings der Region Ost hervorragend gelungen ist“, resümierte Regionaldirektor Peter Gellrich.


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