Der Feldberger Hof: Das erste klimaneutrale Hotel Deutschlands

Die Lage verpflichtet: Der im größten Naturschutzgebiet Baden-Württembergs auf 1.300 Metern gelegene Feldberger Hof engagiert sich bereits seit Jahren im Umwelt- und Klimaschutz. In Zusammenarbeit mit ClimatePartner, der Stra-tegieberatung im Freiwilligen Klimaschutz, wird nun der gesamte Betrieb des höchstgelegenen Vier-Sterne-Hotels Deutschlands klimaneutral.

Bei dem ge-samtheitlichen Engagement standen umfangreiche Aktionen im Vordergrund, durch deren Umsetzung die Entstehung des Treibhausgases CO2 vermieden beziehungsweise deutlich reduziert werden konnte. So wurde beispielsweise die Öl-Heizung des Feldberger Hofs gegen ein modernes Blockheizkraftwerk auf Holzhackschnitzel-Basis ausgetauscht und durch eine intelligente Haus-leittechnik ergänzt. Dieses Engagement erbrachte eine Einsparung von über 600 Tonnen CO2. Eine sehr gute Anbindung an den Öffentlichen Personen-nahverkehr (ÖPNV), wobei die Gäste Busse und Bahnen kostenlos nutzen können, sowie weitere kleinere Maßnahmen runden das umfangreiche Paket ab.

Ab dem 1. Juli 2007 werden die darüber hinausgehenden, unvermeidbaren CO2-Emissionen, die durch den Betrieb des Feldberger Hofs entstehen, von ClimatePartner berechnet und durch den Ankauf und die Stilllegung ökologisch hochwertiger Emissionsminderungszertifikate aus anerkannten und zertifizierten Klimaschutzprojekten neutralisiert. „Um das erste klimaneutral betriebene Hotel Deutschlands zu werden, gleichen wir in den kommenden Monaten rund 800 Tonnen CO2 aus“, erläutert Mike Böttcher, Hoteldirektor des Feldberger Hofs. „Unser Engagement für den Klimaschutz soll zum Nachden-ken, aber auch zum Nachahmen anregen“, so Böttcher weiter.

Bei der Analyse des CO2-Ausstoßes des Feldberger Hofs flossen neben dem Heizenergiebedarf und dem Stromverbrauch – den beiden größten Emissionsverursachern – die Daten aus dem Wasserverbrauch, der Wäscherei, den Kühlanlagen und der Hausreinigung sowie aus Restaurant und Küche in die ClimatePartner-Berechnung mit ein. Zudem wurde die An- und Abreise der Mitarbeiter berücksichtigt.

Durch die Modernisierung der Heizanlage wurde ein wesentlicher Teil der Emissionen bereits nachhaltig gesenkt. Auch der Stromverbrauch ist durch die intelligente Hausleittechnik und andere Sparmaßnamen, wie dem Einsatz von Energiesparlampen, deutlich gesunken. Zudem bezieht der Feldberger Hof seinen Strom von der Energie Netze AG, die im Vergleich zum bundesdeutschen Durchschnitt einen sehr klimafreundlichen Strom zur Verfügung stellt. Rund 61 Prozent dieses Stroms wird aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen, im herkömmlichen Strom-Mix resultieren hingegen nur elf Prozent aus regenerativer Energie.

Neben der Senkung und Neutralisierung der eigenen CO2-Emissionen will der Feldberger Hof künftig den Freiwilligen Klimaschutz in der gesamten Region rund um den Feldberg vorantreiben. Mit dem nahe gelegenen Haus der Natur, dem Naturschutzzentrum am Feldberg, besteht bereits seit Jahren eine erfolgreiche Kooperation, die weiter intensiviert werden soll. Darüber hinaus sind zusätzliche Projekte in Arbeit, wie etwa ein Klima-Lehrpfad oder spezielle Klimaprogramme für Kinder.

Unter Klimaneutralität versteht man den Ausgleich von entstandenen Emissionen durch die Einsparung der gleichen Menge an anderer Stelle. Die Grundidee der Klimaneutralität ist dabei denkbar einfach: Treibhausgase haben eine globale Schädigungswirkung. Für den Klimaschutz ist es daher irrelevant, an welchem Ort Emissionen entstehen und an welchem Ort sie vermieden werden. Das bedeutet: Emissionen von Treibhausgasen an Ort A können durch zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen an Ort B neutralisiert werden. Die Umsetzung klimaneutraler Aktivitäten geschieht operativ durch den Ankauf und die Stilllegung von ökologisch hochwertigen Emissionsminderungszertifikaten aus anerkannten Klimaschutzprojekten.

Der Feldberger Hof verfügt als Vier-Sterne-Hotel über 520 Betten in 170 Zimmern, inklusive zehn Ferienwohnungen. Als Mitglied der Familotel-Kooperation bietet das Hotel ein umfangreiches Leistungsangebot für seine kleinen Gäste. Ob Eltern-Kind- oder Großeltern-Enkel-Urlaub, der Feldberger Hof lässt mit seinem Badeparadies, den Abenteuerspielplätzen und einem Ponyhof keine großen und insbesondere klei-nen Wünsche offen. Auch Sportler kommen knapp unterhalb des Feldberg-Gipfels auf ihre Kosten, denn viele Skipisten und Wanderwege beginnen direkt am Hotel.

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Kategorie Hotels

Chefredakteur Feinschmeckerblog. Viele Jahre als Reporter und Online-Redakteur mit Gastro & Hospitality gearbeitet. Liebt Fine Dining. Gastrotipp: Perú!

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