Deutsche Weine international erfolgreich

Deutsche Weine sorgen auf internationalen Weinwettbewerben in aller Welt immer öfter für großes Aufsehen. Dies zeigen die guten Ergebnisse, die in den vergangenen Tagen aus London, Wien oder Canberra verkündet wurden.

International Wine and Spirit Competition – London
74 Medaillen, darunter vier Goldmedaillen, verliehen die Juroren der diesjährigen Wine and Spirit Competition in London an deutsche Weine.

Auch zwei Trophys gingen nach Deutschland.

Die Gutsverwaltung Niederhausen-Schlossböckelheim (Nahe) konnte gleich zwei Goldmedaillen und die Eiswein-Trophy in Empfang nehmen.
Mit Gold bewertet wurden eine Riesling Trockenbeerenauslese aus 2003 und ein Riesling Eiswein aus 2004.
Eine Goldmedaille für ihren Spätburgunder Eiswein Jahrgang 2004 erhielt die Winzergenossenschaft Nordheim (Franken), die außerdem auch die German Wine Producer-Trophy in Empfang nehmen durfte.
Ebenfalls einer Goldmedaille würdig befanden die Juroren die an der Mosel geerntete Riesling-Beerenauslese 2005 der Kellerei Reh-Kendermann aus Bingen.

Die International Wine and Spirit Competition in London zählt mit über 5.000 Anstellungen zu den größten Weinwettbewerben weltweit. Der Wettbewerb wurde 1969 von einer Vereinigung englischer Oenologen und Weinhändler ins Leben gerufen, um dem Handel eine qualifizierte Klassifikation und Vergleichbarkeit der einzelnen Weinsegmente anzubieten. Weine und Spirituosen aus 72 Ländern beteiligten sich in diesem Jahr. Die Menge der Anstellungen wuchs gegenüber dem Vorjahr um 14 %. Die Trophy-Gewinner wurden bei einem Galaabend Ende Oktober in London ausgezeichnet.
Alle Ergebnisse sind unter www.iwsc.net zu finden.

Austrian Wine Challenge – Wien
Zum dritten Mal fand die „Austrian Wine Challenge“ (awc vienna) in Wien statt. Mit 5118 Weinen aus 29 Ländern ist die Veranstaltung ebenfalls eine der ganz großen der Welt. Jeweils drei Siegerweine wurden in 32 Kategorien in Wien ausgezeichnet.
In 15 Kategorien ist deutscher Wein unter den Top 3 – Siegerweinen zu finden und gar in fünf Kategorien gelang es deutschen Weinen, den Spitzenplatz zu erringen.

In der Kategorie „Weiß-/Grauburgunder mit mehr als 13 % vol Alkohol“ lieferte das Weingut Rudolf May (Franken) mit einer Grauburgunder Spätlese 2005 den Siegerwein.
Bei den „Rieslingen mit mehr als 13 % vol Alkohol“ siegte das Weingut Neef Emmich (Rheinhessen) mit einem Riesling Jahrgang 2005.
In der Kategorie „Sortenvielfalt und klassische Cuvées“ gab es einen deutschen Doppelsieg. Punktgleich lagen das Weingut Rudolf May (Franken) mit einem Silvaner Kabinett aus 2005 und das Weingut Baldauf (Franken) mit einem Silvaner aus 2004 an der Spitze.
Den besten Pinot Noir des Wettbewerbs lieferte das Weingut Peter Stolleis (Pfalz) mit einem Spätburgunder Jahrgang 2003.
Bei den Schaumweinen lag das Weingut Emmerich-Koebernik (Nahe) mit seinem Winzersekt 2004 Spätburgunder Weißherbst extra trocken auf Platz 1.
Weitere Informationen gibt es unter www.awc-vienna.at.

Deutsche Erfolge auch in Australien
Bei der in diesem Jahr zum sechsten Mal durchgeführten Hyatt International Riesling Challenge im australischen Canberra waren 13 deutsche Weine mit einer Goldmedaille erfolgreich. Insgesamt wurden 458 Weine bewertet, von denen 45 Weine eine Goldmedaille erhielten.

Die Trophy des deutschen Botschafters für den besten europäischen Riesling ging an Schloss Vollrads für einen Riesling 2005 Kabinett halbtrocken.
Die mit Gold prämierten deutschen Rieslinge kamen von folgenden Betrieben: Weingut Carl Adelseck (Nahe, zwei Goldmedaillen), Robert Weil (Rheingau, zwei Goldmedaillen), Schloss Reinhartshausen (Rheingau), Fritz Allendorf (Rheingau), Vier Jahreszeiten Winzer (Pfalz), Reichsrat von Buhl (Pfalz), Bassermann-Jordan (Pfalz), Sybille Kuntz (Mosel), Fürstlich Castell’sches Domänenamt (Franken) und Schloss Proschwitz (Sachsen).

Steffen Schindler, Bereichsleiter Auslandsmarketing des Deutschen Weininstituts, sieht in diesen Ergebnissen eine Bestätigung und große Anerkennung für das Qualitätsstreben der deutschen Winzer: „Diese Erfolge setzen wichtige Zeichen auf den internationalen Märkten und lenken das Interesse der Weinfreunde weltweit verstärkt auf deutsche Weine. Nicht zu unterschätzen ist zudem die imagebildende Wirkung dieser Auslandserfolge im eigenen Land.“

Quelle: DWI


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