Preis für innovative Vermarktung einer seltenen Nutztierrasse: Bentheimer Eichelschwein

Vor rund 200 Gästen aus dem Umfeld der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft wurde in Osnabrück zum dritten Mal der Kooperationspreis Agrar- und Ernährungswirtschaft verliehen.

Den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis in der Kategorie „Produktinnovation“ verlieh die Jury dem Verbundprojekt „Buntes Bentheimer Eichelschwein“ unter der Federführung des Düsseldorfer Jungunternehmens Genusshandwerker  (www.genusshandwerker.de).

Die Genusshandwerker vertreiben seit Oktober 2006 bundesweit über dreihundert europäische Regionalspezialitäten und Kochzutaten, darunter Schinken, Wurst und Frischfleisch von den auf dem Naturlandhof Büning im westfälischen Laer gemästeten Bunten Bentheimer Schweinen, einer gefährdeten Nutztierrasse. Die besondere Rasse, ihre spezielle Aufzucht mit Weidegang und Eichelfütterung sowie die Verarbeitung bei einem ammerländischen Schinkenhersteller bürgen für Genusswert.

Dafür, dass die besondere Qualität den Kunden auch ungeschmälert erreicht, sorgt eine spezielle Verpackungstechnologie mit integriertem Temperaturindikator, der auf Verpackungen von Frischprodukten die Einhaltung der Kühlkette anzeigt und so den Verbrauchern eindeutige Informationen zum Frischestatus des Produkts liefert.

Für diese jetzt erstmals in Deutschland eingesetzte Technologie erhielt das Schweizer Unternehmen Ciba Specialty Chemicals den zweiten Preis in der Kategorie „Prozessinnovation“.

Bei Parmaschinken, Parmiggiano und Salami vom Bunten Bentheimer Eichel- Schwein handelt es sich um regionale Spezialitäten – also Produkte, deren besondere Genussqualität in den Stärken der regionalen Produktion liegen. Produkte, deren Geschmack geprägt wird durch Pflanzen, Tiere, Böden und Klima. Produkte, die aus ausgezeichneten Rohstoffen von lokalen Genusshandwerkern mit Können, Liebe, Erfahrung und Zeit gefertigt werden.

Regionale Produkte zur Rettung der kulinarischen Vielfalt
Während die Produkte aus dem Mittelmeerraum weit über die Grenzen der Ursprungsregion bekannt sind und vertrieben werden, sind hiesige Regionalspezialitäten meist oft nur in der Ursprungsregion – und damit in stark eingegrenzten Märkten – verfügbar und damit ökonomisch von untergeordneter Bedeutung.

So verschwinden kulinarische Kulturgüter allmühlich. Die ökonomischen Potentiale bleiben ungenutzt. Unter der Federführung der Firma Genusshandwerker haben Landwirte und Verarbeiter eine Linie von Premiumprodukten bis hin zur Vermarktungsplattform geschaffen. Aufbauend auf der alten Schweinerasse Buntes Bentheimer (gefährdete Nutztierrasse im Jahr 1995) werden die auf den Hof Buüning lebenden Weide(!)schweine – ähnlich dem Vorbild der spanischen Eichelschweine – zusätzlich mit Eicheln gemästet.
Das Schweinefleisch erhält so ein besonderes Aroma. Nach einer langen Aufzucht über 10 Monate werden die Schweine durch die Firma Fritz Krüger weiterverarbeitet. Seit Oktober 2006 sind die ersten Produkte wie Salami, Karre-Schinken und Wurstwaren im Verkauf durch die Firma Genusshandwerker unter anderem beim Feinschmecker Club Magazin.
Im Frühjahr 2007 startete neben der Verarbeitungsware dann auch der bundesweite Vertrieb von Frischfleisch an Endverbraucher.


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