Gastgeber des Jahres 2007: Märchenhotel Älteste Weinstube (Bernkastel-Kues)

Haben Sie schon mal wie Dornröschen oder König Drosselbart geschlafen und von den Tellern einer der ältesten Weinstuben Deutschlands gegessen? Im Märchenhotel Älteste Weinstube in Bernkastel-Kues ist genau das – und noch vieles mehr möglich. Es ist das einzige Märchenhotel an der Mosel und hat zudem eine Weinstube, die schon seit dem Jahre 1678 Gäste beherbergt.

Als schrulliger Zwerg, wunderschöner Prinz oder weise Königin kann man dort in eine andere Welt eintauchen und sich fernab des Alltags verzaubern lassen. Das verwinkelte Fachwerkhaus erzählt Geschichten aus dreihundert Jahre alter Tradition und bietet gleichzeitig angenehmen modernen Komfort. Man findet dort Beständiges, spürt aber ebenso den Aufbruch zu Neuem. „Ein Mix, in dem sich unsere Gäste heimisch und aufgehoben fühlen, der sie auf der anderen Seite aber auch zu Entdeckungsreisen animiert“, eschreibt Stefan Krebs, Inhaber des „Märchenhotel Älteste Weinstube“, die Philosophie des Hauses. Eben ganz wie in einem Märchen.

Bislang besteht das Hotel-Restaurant aus zehn Zimmern, die nach Märchen- und Sagengestalten benannt sind. Mit Charme und Charakter entführt jedes der Zimmer in eine andere Märchenwelt. Ein in Grün getauchtes Robin Hood-Zimmer erzählt von abenteuerlichem Heldentum, das verspielt romantische Dornröschenzimmer lässt Prinzessinnengefühle erwachen und das Max und Moritz-Zimmer spornt zu frechem Unsinn an. Wer einen Aufenthalt abseits herkömmlicher Touristenpfade sucht, ist hier richtig. Im Märchenhotel der Familie Krebs geht es familiär und herzlich zu. Der Service ist persönlich und individuell. Unsere Gäste sollen sich bei uns wie Könige fühlen, erklärt Katja Krebs, in deren Händen die Leitung des Hotels liegt.

Gerade wurde das Hotel vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in die Komfort-Kategorie aufgenommen und mit drei Superior-Sternen ausgezeichnet. Besonders stolz sind wir auf den Zusatz „Superior“, betont Stefan Krebs. Denn die Bezeichnung Superior kennzeichnet Spitzenbetriebe, die deutlich mehr Wertungspunkte haben, als in ihrer Kategorie benötigt werden.

Erlebnis und Genuss

Das „Märchenhotel Älteste Weinstube“ liegt in einem der ältesten Weinanbaugebiete Deutschlands. Betritt man das Pflaster des romantischen Moselstädtchens Bernkastel-Kues fühlt man sich sofort in eine märchenhafte Zeit versetzt. Sein mittelalterlicher Marktplatz, seine Fachwerkhäuser, die steilen Hänge der Weinberge mit ihren alten dicken Rebstöcken tragen die Spuren vergangener Zeiten. Rund um das Thema Märchen bietet das Hotel zahlreiche Arrangements, die den Aufenthalt in Bernkastel-Kues zum Erlebnis machen und die Weinkultur der Region mit einschließen. Die Arrangements tragen Namen wie „Märchenduett“, „Sommernachtstraum“ oder „Zum Gast bei Märchenkönig“ und laden je nach Lust und Laune auf eine Schifffahrt auf der Mosel, eine Stadtführung durch das historische Bernkastel, eine Besichtigung des ortsansässigen Weinmuseums, eine Weinwanderung, eine Weinprobe oder eine Traubenlese beim Winzer ein.

Und wer sich dann nach all den Aktivitäten Entspannung und Ruhe wünscht, der kann sich bei einem prickelnden Glas Winzersekt im Whirlpool zurücklehnen oder in Sauna und Solarium den Tag hinter sich lassen. Auch Feinschmecker kommen im Märchenhotel der Familie Krebs auf ihren Geschmack. In der Weinstube, dem historischen Wohnzimmer des Hauses, kocht der Chef Stefan Krebs persönlich und das mit großer Leidenschaft. Frische und Kreativität geben in seiner Küche den Ton an. Am liebsten experimentiere er mit der klassischen Küche, gesteht der gebürtige Bernkasteler. Dabei versuche er, Einflüsse aus anderen Kulturen außen vor zu lassen.

Gourmetveranstaltungen wie das Pianodinner, das von einem Pianisten begleitet wird, Weinkulinarien mit renommierten Moselwinzern oder ein Märchenerzähler runden das Angebot der jungen Küche ab.

Wer es dagegen zum Mittag eher schlicht mag, der geht in das dazugehörige rustikale Felsenstübchen im Nachbarhaus und genießt ein Stück einfache deutsche Küche.

Nicht zu vergessen sind die hauseigenen Weinurkunden, die für jeden Wein speziell angefertigt werden. Dank ihrer geballten Information fällt es nicht schwer, den richtigen Wein zum Menü auszuwählen. Die Urkunden sind in der Tat einzigartig, da sich das Haus für diese Idee sogar ein Patent eingeholt hat.

Historie

Das Fachwerkhaus, in dem sich das Hotel-Restaurant befindet, zählt zu den schönsten der Region. Ein Grundstein mit eingemeißeltem Datum berichtet vom Baujahr 1678. Seit über dreihundert Jahren ist das Haus nun im Familienbesitz, und als Gast wird man inzwischen von der elften Generation der Familie Krebs verwöhnt. „Märchen haben etwas Historisch-Romantisches, sie verleiten zum Träumen und Verweilen. Märchen bedeuten auch Zuhören und Aufsaugen von Geschichten. Solche Geschichten erlebt man hier, ohne sie erzählen zu müssen“, so erklärt Stefan Krebs die Verbindung zwischen Märchenhotel und Historie des Hauses.

Es gibt einige Ecken und Winkel, in denen die Zeit stehen geblieben scheint. Der junge Unternehmer berichtet, dass 1954 die erste Rheinland-Pfälzische Bundeskegelbahn in einen Felsen gesprengt wurde. Dabei habe sich sein Großvater zwei Mal ungewollt einen Durchbruch zur Nachbarschaft verschafft. In den gesprengten Tunnel wurden dann auch Felswasserströme aufgefangen und in den Keller des Hauses umgeleitet. Heute noch leben in diesem Auffangbecken Forellen, die auf Bestellung dort gefangen werden und ganz frisch auf den Teller kommen.

Geheimtipp mit Zukunft

Das „Märchenhotel Älteste Weinstube“ ist ein Geheimtipp, der sich jenseits ausgetretener Pfade befindet. Die Verbindung zwischen Alt und Neu ist gelungen. Der moderne Komfort des Hotels, sein Charme und der individuelle Service kommen in den drei Superiorsternen zum Ausdruck. Hier finden Menschen, die das Besondere suchen, märchenhafte Entspannung, kulinarische Genüsse, herzliche Gastlichkeit und die Geborgenheit einer familiären Umgebung in einem Wohlfühlambiente.
Jetzt strebt die Familie für das Hotel den vierten von fünf möglichen Sternen an. Darüber hinaus soll auch die Küche der Ältesten Weinstube in Zukunft nicht von Sternen verschont bleiben. Wer den Unternehmer und Koch Stefan Krebs nach seinen Zielen und Visionen fragt, sollte sich Zeit nehmen. Für die nächsten drei Jahre steht der Ausbau von weiteren Märchenzimmern an. Außerdem wird der Wellnessbereich erweitert und das Felsenstübchen in das Hotel integriert. Trotz aller Modernisierungen bleibt die dreihundertjährige Tradition des Hauses gewahrt, verspricht der 35jährige Stefan Krebs. „Denn Menschen, die zu uns kommen, sollen Traditionen neu entdecken“, so Krebs. Und dementsprechend lautet das Motto des Hauses nach dem Philosophen und Theologen Michal Novak: „Tradition lebt, weil immer wieder junge Leute kommen die ihren Zauber erfassen und ihr neuen Glanz verleihen.“

Märchenhotel Älteste Weinstube
Kallenfelsstraße 27
54470 Bernkastel-Kues
Tel.: +49 (0) 6531 9655 0
Fax: +49 (0) 6531 1432
info@weinstube.com
www.weinstube.com


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Kategorie Hotels

Chefredakteur Feinschmeckerblog. Viele Jahre als Reporter und Online-Redakteur mit Gastro & Hospitality gearbeitet. Liebt Fine Dining. Gastrotipp: Perú!

1 Kommentare

  1. Maria Theresia Schleimer

    Hallo Herr Stefan Krebs!
    Ein wunderschönes Hotel, weiter so!
    1969 war ich für eine Saison Kellnerin
    in der schönen Ältesten Weinstube.
    Mein Name damals: Raskob, Resi aus Seinsfeld / Eifel. Außen war sogar ein Foto von uns im Schaukasten.
    Bei Frau Schönhofen hatten wir ein Zimmer, meine Freundin, Maria Cillien und ich. Es war eine schöne Zeit!
    Heinz und Klaus waren unsere Chefs.
    Sind die beiden noch im Geschäft?
    Es ist ganz toll, daß das Hotel immer noch generationsübergreifend geführt wird.

    Viele Grüße aus Trier
    Maria Theresia Schleimer geb. Raskob

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