Immer mehr Jugendliche saufen bis der Arzt kommt

Das zunehmende «Koma-Saufen» junger Menschen schlägt sich in der Krankenhausstatistik nieder. So wurden im Jahr 2005 rund 19 400 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 10 und 20 Jahren volltrunken in Kliniken gebracht.

Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch mehr als doppelt so viel wie noch fünf Jahre zuvor (2000: 9500). Der Trend steige kontinuierlich, erklärte ein Statistiker zum Auftakt der Aktionswoche zur Alkoholprävention. 62 Prozent und damit knapp zwei Drittel der Patienten waren männlich.

Unter den eingelieferten Alkoholopfern des Jahres 2005 waren auch 3500 Kinder im Alter zwischen 10 und 15 Jahren. Ihre Zahl hat sich innerhalb von fünf Jahren um 57 Prozent gesteigert.
In dieser Altersgruppe ist auch der Anteil der Mädchen am höchsten. Er nahm von 44 auf 48 Prozent zu. Ältere Mädchen sind offenbar vernünftiger: Ihr Anteil blieb mit 35 Prozent konstant unter dem der gleichaltrigen Jungen.


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